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Siemens Logo! 9: Software-Installation, Inbetriebnahme und Cybersicherheit in der Praxis

Mit der neuen Kompaktsteuerung Logo! 9 und der Engineering-Software Logo! Soft Comfort V9 verknüpft Siemens erweiterte Automatisierungsfunktionen mit verschärften Sicherheitsstandards. Der Fokus liegt bei der Inbetriebnahme auf plattformübergreifender Projektierung und integrierter Cybersicherheit nach dem Cyber Resilience Act.

Mit der Einführung der Steuerungsserie Logo! 9 vollzieht Siemens einen umfassenden Generationswechsel bei Kompaktsteuerungen für die Gebäude- und Industrieautomation. Im Mittelpunkt der praxisnahen Inbetriebnahme steht die Software Logo! Soft Comfort V9, die nun als plattformunabhängige Lösung unter Windows, macOS und Linux läuft und die Web-Visualisierung direkt in das Engineering-Projekt integriert.

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Generation liegt auf der Einhaltung strenger Cybersicherheitsanforderungen gemäß dem europäischen Cyber Resilience Act (CRA). So gilt das Prinzip 'Security by Default': Bereits bei der Erstinbetriebnahme der Basismodule muss zwingend ein Administrator-Passwort vergeben werden, bevor das Gerät nutzbar ist. Zudem sichern verschlüsselte Protokolle und ein integriertes Rollenmanagement (UMAC) die Kommunikation zwischen Steuerung, Panel und Engineering-Software ab.

Technisch bietet die Steuerung erweiterte Kapazitäten für komplexe Steuerungs- und Regelungsaufgaben. Neben der Verdopplung des Funktionsspeichers auf bis zu 800 Funktionsbausteine und erweiterter I/O-Kapazität unterstützt die Plattform nun Gleitkommaarithmetik und konfigurierbare Analogwertauflösungen. Damit lassen sich anspruchsvollere Mess- und Regelaufgaben im Schaltschrank ohne Zusatzgeräte realisieren.

Für Elektrohandwerk und Schaltanlagenbau vereinfacht sich der Projektierungsprozess spürbar, da Anwenderprogramm und Webseiten-Layout in einem einzigen Netzwerkwandler-Projekt verwaltet und gemeinsam per Remote-Upload übertragen werden können. Bestehende Altprojekte aus früheren Logo!-Generationen bleiben dabei voll abwärtskompatibel und lassen sich automatisiert in die neue Softwareumgebung migrieren.

Quelle: https://www.elektro.net/129681/software-einrichten-und-erstes-projekt-erstellen/