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DIN VDE 0276-626: Neue Anforderungen an isolierte Freileitungsseile in Niederspannungsnetzen

Die im Oktober 2026 neu erschienene DIN VDE 0276-626 überarbeitet die technischen Vorgaben für isolierte Freileitungsseile in oberirdischen Niederspannungs-Verteilungsnetzen (0,6/1 kV). Sie bringt veränderte Prüfverfahren für thermomechanisches Verhalten sowie eine Erweiterung der Querschnitte auf bis zu 150 mm².

Mit dem Erscheinungsdatum Oktober 2026 liegt die aktualisierte Norm DIN VDE 0276-626 (VDE 0276-626:2026-10) vor, die als deutsche Übernahme des europäischen Dokuments HD 626 S2:2025 die Anforderungen an isolierte Freileitungsseile für oberirdische Verteilungsnetze neu regelt. Die Norm betrifft VPE-isolierte Freileitungssysteme im Niederspannungsbereich mit Nennspannungen bis 0,6/1 (1,2) kV und löst ältere Bestimmungen sowie deren Ergänzungen ab.

Zu den wesentlichen Neuerungen zählt das in Teil 2 neu eingefügte Prüfverfahren 4.3.6, welches das thermomechanische Verhalten von selbsttragenden Freileitungsseilen unter Betriebsbelastung präzise definiert und nachweist. Zudem wurden die normativen Verweisungen vollständig überarbeitet und der Anwendungsbereich in Teil 4-F hinsichtlich der Bemessungstabellen für Leiterquerschnitte auf bis zu 150 mm² erweitert.

Für Netzbetreiber, Elektroinstallationsunternehmen und Planer von Freileitungsinfrastrukturen bedeutet die Neuausgabe eine Anpassung der Auslegungs- und Prüfkriterien. Mit der Streichung bisheriger Anforderungen an PVC-Mantelmischungen in Teil 1 fokussiert die Norm verstärkt auf moderne, thermisch und mechanisch belastbare Isolierwerkstoffe, um den sicheren Betrieb oberirdischer Niederspannungsnetze langfristig zu gewährleisten.

Quelle: https://www.dinmedia.de/de/norm/din-vde-0276-626/400804603